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Donnerstag, 8. Oktober 2015

Criminal Minds - S10E20 - Der leere Teller ( A Place At The Table )

Gruselig und das nicht wegen der Weihnachtsmusik.
Schönes Lied und vom Plattenspieler klingt es gleich noch romantischer, wobei eine Endlosschleife aber auch nicht sein muß.
Doch die romantische Idylle wurde aufs Tiefste gestört, als man uns plötzlich den mit Leichen umsetzten Tisch zeigte.
Da hatte aber einer ganze Arbeit geleistet und nun war es an unserem Team den vier-fachen Mord zu klären.
Es sollte nicht einfach werden, denn die Verdächtigen gaben sich geradezu die Klinke in die Hand.
Immer wieder trat jemand Neues auf den Plan und konnte schon nach kurzer Zeit wieder entlastet werden.
Was auch nicht zuletzt daran lag, daß sich die mutmaßlichen Täter gegenseitig den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben versuchten.
Es war schon wirklich interessant, was bei den Ermittlungen so alles an Tageslicht kam.
Die Familie war keineswegs eine glückliche Gesellschaft.
Es gab den Vater, der einen seiner Söhne einfach nur als abstoßend empfand und das nur, weil der sich entschieden hat, seinen sexuellen Neigungen nachzugeben und mit einem Mann sein Leben zu teilen.
Toll, wenn einen nicht einmal die Eltern unterstützen.
Wie soll man da dann von der restlichen Welt etwas Anderes erwarten ?
Aber, wie heißt es doch so schön ?
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Penelope hatte herausgefunden, daß der einzige überlebende Sohn von seinem Vater 7 Jahre lang 5000 Dollar im Monat gezahlt bekam, was dann vor 10 Monaten plötzlich aufhörte.
Natürlich mußte da nachgehakt werden.
Dabei kam auch heraus, daß der Vater noch jemanden über Jahrzehnte hinweg, zwei Mal im Jahr,    finanziell unterstützte.
Nachdem der Sohn klären konnte, daß seine Zuwendungen als Schweigegeld gedacht waren, sollte die Geschichte klarer werden.
Der Vater hatte eine Affäre und daraus resultierte ein weiterer Sohn.
Und damit sollte die Katastrophe ihren Lauf nehmen.
Die Mutter des Jungen hatte ihrem Sohn den Vater verschwiegen und stattdessen eine Geschichte kreiert, bei der sein Vater ein Kriegsheld war, der im Kampf gestorben ist.
Für ihn deckte sie zu jeder Mahlzeit den Tisch mit ein und hat so die Hoffnung geschürt, daß der Vater vielleicht doch eines Tages zurück kommen würde.
Dem Wunsch hat ihr Sohn nun entsprochen.
Erst brachte er die Familie seines Vaters um und dann hat er ihn in sein altes Zuhause geschleppt, um auch ihn zu töten.
So konnte seine Mutter nur noch ihren toten Liebhaber an dessen angestammten Platz am Tisch sitzen sehen, als ihr Sohn sie damit konfrontierte.

Wirklich mehr als gruselig.
Da kann man mal sehen, wohin Lügen und Betrug führen können.
Muß nicht so enden, aber es kann, wie man sieht.

Oh man, die Geschichte mit Hotch und seinem Schwiegervater hat mich aber ganz schön mitgenommen.
Der Mann hat erst vor Kurzem erfahren, daß er an Alzheimer leidet, was ja nun wirklich keine tolle Diagnose ist.
Nun mußte sich Hotch um ihn kümmern und ist mit ihm aneinander geraten, weil der Mann nun einmal nicht vergessen kann, daß seine Tochter sterben mußte, weil ein Verbrecher es auf Hotch abgesehen hatte.
Der Schluß war mehr als traurig, als Schwiegerpapa meinte, daß er bald nicht mal mehr wissen wird, wer seine Tochter war.
Dann wird er auch keinen Schmerz, keine Trauer und kein Bedauern mehr spüren.
Vielleicht ist dann also Alzheimer zu haben gar nicht mal so schlecht.
Das geht einem doch rauf und runter und breitet einem einen dicken Kloß im Hals.


Eine wirklich gut gemachte Folge.

Hat mir sehr gefallen.